Der Oikos als Rechtsfestung: Warum Erbe kein Einkommen und die Grundsteuer ein Tribut ist

Norbert Walter-Borjans (SPD) artikulierte jüngst das etatistische Credo in seiner reinsten Form: Jedes Erbe sei grundsätzlich „Einkommen ohne Gegenleistung“. Diese These ist jedoch mehr als eine bloße Fiskal-Fantasie; sie ist ein Frontalangriff auf die ontologische Basis der Freiheit. Wer das Hausgut zur Staatsbeute erklärt, bricht die intergenerationale Kontinuität des Menschen und transformiert den souveränen Bürger in ein leibeigenes Objekt staatlicher Verwaltung.

Ordnung ohne Herrschaft

Ein Nachruf auf die vorstaatliche Ordnung Warum die Zerschlagung der mittelalterlichen Korporationen den Weg in die staatliche Knechtschaft ebnete Das moderne Geschichtsbild gleicht einem manichäischen Märchen: Hier das finstere Mittelalter mit seinen angeblich erstickenden Zunftzwängen, dort die leuchtende Neuzeit mit Gewerbefreiheit, Fortschritt und individueller Selbstverwirklichung. Dieses Narrativ ist bequem – und falsch. Wer es unkritisch … Read more

Preis, Wahrheit und Freiheit

Ein falscher Preis ist keine Zahl, er ist eine Lüge. Früher raubte man mit dem Schwert, heute mit der Geldpolitik. Wenn der Staat Zinsen drückt und Mieten deckelt, begeht er keinen technischen Fehler, sondern Realitätsverweigerung. Er ersetzt die göttliche Haftungsordnung durch bürokratische Willkür. Andreas Schnebel diagnostiziert den modernen Wohlfahrtsstaat als Täter einer neuen, administrativen Gewalt – einer ḥāmās im Nadelstreifen. Denn wo Preise politisch diktiert werden, stirbt nicht nur die Effizienz, sondern die Wahrheit.

Eine göttliche Firewall

Warum der Staat nicht Gott spielen darf – Einspruch gegen eine fromme Verwechslung Wer zählt, beansprucht Eigentum. Wer besteuert, beansprucht Herrschaft. Diese Sätze sind keine libertäre Theorie, sie sind biblische Ursprache – die „Grammatik des Seins“. Doch in unserer Zeit ist eine gefährliche Verwirrung eingetreten – oft bis hinein in Kirchenbänke und auf die Kanzeln. … Read more

Christus, Cäsar und der Mammon – Der Kampf zweier Vorsehungen

Das Römische Reich ist nicht untergegangen. Es wurde nur digitalisiert.

Was haben der antike Zensus des Cäsar Augustus und modernes Zentralbankgeld gemeinsam? Mehr als uns lieb ist. Beides sind Instrumente einer „Vorsehungspolitik“: Der Staat verspricht Sicherheit und verlangt dafür die Seele.

In diesem Essay geht es nicht um Moralpredigten gegen Reichtum. Es geht um die knallharte Analyse des „Mammon“ als Herrschaftssystem. Wir blicken zurück auf den Moment, als Steuerpolitik zur Religion wurde, und ziehen die Linie bis zu den CBDCs (Digitales Zentralbankgeld) von morgen. Erfahren Sie, warum Jesus den politischen Widerstandskämpfer und den korrupten Finanzbeamten an einen Tisch setzte – und wie er damit die Logik der Macht von innen heraus sprengte.

Eine theologische Analyse der Ökonomie, die aktueller nicht sein könnte.

Luthers Kritik an Monopolen – Wirtschaft ohne Gewalt

Kaum jemand wird heute mit Martin Luther den Begriff „Marktwirtschaft“ verbinden. Doch wer seine Sermone vom Wucher liest, erkennt: Luther war kein Feind des Handels, sondern der Herrschaft über ihn.¹ Er verurteilte nicht den Markt, sondern jene, die ihn mit Machtmitteln verzerren – damals durch kirchliche Ablässe und obrigkeitliche Zinsprivilegien, heute durch Steuern, Subventionen, Geldschöpfung … Read more

Migration libertär denken – Einladung, Eigentum, Verantwortung

Freiheit und die Paradoxie der offenen Gesellschaft Wir leben in einer paradoxen Welt. Einerseits wird die „offene Gesellschaft“ beschworen, als sei sie das höchste Ideal moderner Zivilisation. Andererseits besteht unser tägliches Leben aus einem eng geknüpften Netz staatlicher Zwangsstrukturen: Eigentum, Infrastruktur und Sozialsysteme sind zentralisiert, verwaltet von Bürokratien, finanziert durch Abgaben, die niemand freiwillig entrichtet.In … Read more

Warum wir freiheitliche Literatur brauchen – und was die Tuttle-Zwillinge uns lehren

Wir leben in einer Zeit, in der Begriffe wie „Freiheit“, „Verantwortung“ und „Marktwirtschaft“ zwar ständig im öffentlichen Diskurs auftauchen – aber fast immer verzerrt, missbraucht oder verkürzt. Kinder lernen früh, dass der Staat für Sicherheit, Gerechtigkeit und Wohlstand zuständig sei. Erwachsene wiederum übernehmen diese Annahme oft unkritisch, weil sie es nie anders gehört haben. Doch … Read more

Das kulturelle und geistige Erbe der Fiat-Inflation

Die Vorstellung, dass Inflation schädlich ist, ist ein fester Bestandteil der Wirtschaftswissenschaft. Doch die meisten Lehrbücher unterschätzen das Ausmaß des Schadens, weil sie Inflation viel zu eng als dauerhafte Abnahme der Kaufkraft des Geldes (PPM) definieren und auch weil sie den konkreten Formen der Inflation kaum Aufmerksamkeit schenken. Um den störenden Charakter der Inflation in … Read more